Martin Vincenz, CEO von Graubünden Ferien, engagiert sich bereits seit den 1990er-Jahre für den Kulturtourismus.

Martin Vincenz, CEO von Graubünden Ferien, engagiert sich bereits seit den 1990er-Jahre für den Kulturtourismus.

Bild: Avi Sliman

Kulturtourismus

Martin Vincenz – Was ist die Zukunft des Kulturtourismus?

Martin Vincenz, CEO von Graubünden Ferien, erklärt im Interview, warum er sich für den Kulturtourismus engagiert und plädiert für mehr offene Gespräche zwischen den beiden Bereichen.

Von Mathias Balzer und Avi Sliman

Chur, 10.03.2026

2 min

Unser Magazin begleitet die Anlässe und die Workshops von Graubünden Cultura mit Inputs. Als dritten Gast haben wir Martin Vincenz zum Interview geladen.

Der CEO von Graubünden Ferien hat neben seiner langjährigen Tätigkeit im Tourismus selbst Erfahrungen als Kulturveranstalter gemacht, z.B. als Mitinitiant des Kunst-Happenings «Art in Tumas» in den 1980er-Jahren in Domat/Ems, als Schlagzeuger in verschiedenen Bands oder als Programmleiter des Arosa Humor Festivals. Und er war auch massgebend bei der Lancierung der Initiative Graubünden Cultura dabei.

 

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Graubünden Cultura

Das Projekt «Graubünden Cultura» will Graubünden als eine der führenden Kulturtourismusregionen der Alpen positionieren. Der kulturelle Reichtum Graubündens soll durch kulturtouristische Angebote sicht- und erlebbar gemacht werden. Die Partner aus den Bereichen Kultur und Tourismus sollen gewinnbringend  vernetzt werden und in der Öffentlichkeit sowie bei den Gästen ein Bewusstsein für die vielfältige Kultur Graubündens geschaffen werden.
FRIDA Magazin begleitet die Anlässe von Graubünden Cultura mit Inputs wie Reden oder Gesprächen wie diesem.

Im Gespräch erzählt Vincenz, wie er zu seinem Kulturengagement gekommen ist und wie sich der Kulturtourismus in den letzten 30 Jahren entwickelt hat – oder eben auch nicht. Denn noch immer werden vielerorts der «Sport am Berg» und mit ihm die Bergbahnen als Motoren für das wirtschaftliche Leben gesehen.

Gegen diese These spricht, dass der Kulturtourismus ein weltweiter Megatrend ist und mittlerweile viel mehr Gäste in Bewegung setzt als etwa das Wandern oder der Schneesport. Und auch angesichts des klar prognostizierbaren Schneemangels in der Zukunft wird man nicht umhin kommen, den Tourismus in den Alpen neu und anders zu denken.

Letztendlich gehe es bei der Weiterentwicklung des Kulturtourismus vor allem auch darum, die Menschen aus diesen beiden Welten – Kulturproduktion und Tourismus – einander näher zu bringen.

Und Martin Vincenz sagt auch, warum Kulturtourismus keineswegs nur für Touristen gemacht wird.