Fatima Moumouni und Laurin Buser treten seit zwölf Jahren zusammen auf und haben noch lange nicht genug.
Bild: Helena Krauser
Theater
Fatima und Laurin – Was kann das Theater, was Politik nicht kann?
Für die 23. Folge von «FRIDA trifft» haben wir Fatima Moumouni und Laurin Buser im Theater Basel getroffen, wo ihr Stück «Die weisse Madonna von Einsiedeln» läuft. Ein Gespräch über Schweizer Befindlichkeiten, Alice Weidel, Politik in der Kunst und das Schreiben und Performen zu zweit.
Basel, 05.06.2026
Fatima Moumouni und Laurin Buser sind nicht nur gefeierte Spoken-Word-Artisten, Rapper und Moderatoren, sie schreiben auch erfolgreich für das Theater. Ihr jüngstes Stück, «Die weisse Madonna von Einsiedeln», wird am Theater Basel gezeigt.
Die beiden erzählen, warum sie während dem Schreiben an diesem Innerschweizer Tableau nie nach Einsiedeln gefahren sind. Denn Einsiedeln ist bei ihnen ein fiktionaler, verdichteter Raum, der für die gesamte Schweiz steht:
Heimat der schwarzen Madonna, Wohnort der AfD-Chefin Alice Weidel und ihrer Frau. Ein Dorf, in welchem die Widersprüche des Landes, Rassismus und queere Lebensentwürfe, direkte Demokratie und rechtsextreme Politik, Urschweizer Katholizismus und Identitätspolitik aufeinanderprallen.
«Die weisse Madonna von Einsiedeln» am Theater Basel: Carina Braunschmidt, Kay Kysela und Baerbel Schwarz.
Bild: Lucia Hunziker
Fatima, schwarze Musilma deutscher Herkunft, und Laurin, weisser Mann, Schweizer und Jude, sprechen sehr offen darüber, was sie an diesen Themen umtreibt, wie intensiv sie diese diskutieren und wie sie das alles ins Theater übersetzen.
Sie gewähren uns aber auch einen Einblick in ihre gemeinsame Schreibwerkstatt, berichten von Euphorie und Schreibstau, von gegenseitigem Vertrauen und den Fallstricken beim gemeinsamen Schreiben.
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«FRIDA trifft» ist der Interviewpodcast der Schweizer Kulturszene, eine Koproduktion von FRIDA und dem Basler Stadtmagazin «Bajour».
Mathias Balzer und Helena Krauser treffen die spannendsten Kulturschaffenden des Landes und befragen sie zu ihren Ideen, Träumen, Ängsten und natürlich auch zu ihrem kulturellen Schaffen. Der Titel ist Programm: Wir wollen den Punkt treffen, den Punkt, an dem das Herz unserer Gäste schlägt und manchmal vielleicht auch den wunden Punkt. «FRIDA trifft» macht hörbar, was die Schweizer Kulturlandschaft bewegt.
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