Mike Müller ist seit Herbst 2025 Mitglied des neuen Ensembles am Schauspielhaus Zürich.
Bild: Matteo Keiser
Theater
Mike Müller – Wieso würdest Du Sokrates anrufen?
Für die 22. Folge von «FRIDA trifft» haben wir den Schauspieler, Autor und Satiriker Mike Müller in Zürich getroffen. Wir haben mit ihm über das Schauspielhaus Zürich, schlechte Kulturberichterstattung, Philosophie und den Inhalt seines Kühlschranks gesprochen.
Zürich, 26.03.2026
Mike Müller ist eine schillernde Figur in der Schweizer Kulturszene. National bekannt geworden durch seine Late-Night-Show mit Viktor Giacobbo und als Luc Conrad in «Der Bestatter».
Er ist aber auch Autor seiner Solo-Stücke, die den eigentlichen Kern seines Schaffens ausmachen. Und er ist seit der Saison 2025/26 im Schauspielhaus Zürich als Autor und als Schauspieler engagiert.
Die teilweise niederen Auslastungszahlen der ersten Saison unter dem Leitungs-Duo Pınar Karabulut und Rafael Sanchez sind zum Thema der Kulturberichterstattung geworden. Mike Müller nimmt im Gespräch dazu Stellung: «Der Start war nicht gut, das schleckt keine Geiss weg», gesteht er ein.
«Dieser Clickbait-Shit nervt»
Aber er spart auch nicht an Kritik an der aus seiner Sicht unsorgfältigen und durch Clickbaits getriebenen Berichterstattung: «Alle die gerade versuchen, das Schauspielhaus runter zu schreiben, sollen sich doch bitte an die Fakten halten.»
Klare Kante zeigen ist eine seiner Leidenschaften. «Austeilen und Einstecken gehört nun mal zu einer Demokratie, wie der unsrigen», sagt der 63-Jährige.
Mike Müller hat uns aber auch erzählt, wie er eigentlich zum Theater gekommen ist, warum er Philosophie studiert hat, warum er das Gerede vom Ende der Satire für faule Ausreden hält und warum er es geniesst erstmals in seinem Leben Mitglied eines Stadttheater-Ensembles zu sein.
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«FRIDA trifft» ist der Interviewpodcast der Schweizer Kulturszene, eine Koproduktion von FRIDA und dem Basler Stadtmagazin «Bajour».
Mathias Balzer und Helena Krauser treffen die spannendsten Kulturschaffenden des Landes und befragen sie zu ihren Ideen, Träumen, Ängsten und natürlich auch zu ihrem kulturellen Schaffen. Der Titel ist Programm: Wir wollen den Punkt treffen, den Punkt, an dem das Herz unserer Gäste schlägt und manchmal vielleicht auch den wunden Punkt. «FRIDA trifft» macht hörbar, was die Schweizer Kulturlandschaft bewegt.
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