Luciano Fasciati dreht den Schlüssel zu seiner Galerie bald ein letztes Mal und macht sich auf zu neuen Ufern.
Bild: Avi Sliman
Kunst
Luciano Fasciati – Wieso kannst Du so gut loslassen?
Für die 21. Folge von «FRIDA trifft» haben wir Luciano Fasciati in Chur besucht. Der Kurator hat in den letzten 35 Jahren die Graubündner Kunstszene geprägt wie kaum ein anderer. Nun, nach 35 Jahren, gibt er seine Galerie in Chur auf. Zeit für ein ausführliches Gespräch.
Chur, 10.02.2026
Lokal verankert und national bestens vernetzt hat Luciano Fasciati drei Jahrzehnte lang wichtige Impulse in seiner Heimat Graubünden gesetzt. Als Galerist mit einem Programm, das eben gerade nicht einer klassischen Galerie entspricht.
Als Kurator mit verschiedenen Projekten im öffentlichen Raum wie Art Public Chur, der Gründung der Biennale Arte Bregaglia, der Erfindung der Sala Viaggiatori in Castasegna oder als Impulsgeber für den biennalen Kunstanlass Aux Losanges in Tschiertschen.
Zudem haben der umtriebige Organisator und seine Mitstreiter:innen in Chur wichtige kreative Freiräume erschlossen, wie das Areal der alten Tony Molkerei oder das Gast- und Kulturhaus Marsoel.
Fasciati erzählt, wie er dazu gekommen ist, 1991 «völlig naiv» und als Quereinsteiger eine Galerie in Chur zu gründen und diese – gegen alle Widerstände – über Jahre zu behaupten.
Und er führt aus, warum er nun, nach 35 Jahren aufhört und warum Galerien wie seine mittlerweile Auslaufmodelle sind. Er sagt aber auch klar, ihn habe der Inhalt der Kunst immer viel mehr interessiert als der kommerzielle Aspekt.
Der Galerist und Kurator war über all diese Jahre für zahlreiche Künstlerinnen und Künstler ein wichtiger Mentor. «Kunst machen oder Kunst zeigen sind eben zwei völlig verschiedene Dinge.»
Warum er seiner Heimat zeitlebens treu geblieben ist, was es braucht, um in der Peripherie Kunstprojekte nachhaltig aufzubauen und was seine Zukunftspläne sind, erzählt er bei uns im Podcast.
Die Angaben zum Grande Finale in der Galerie und zu allen weiteren Kunstanlässen von Luciano Fasciati finden sie hier
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«FRIDA trifft» ist der Interviewpodcast der Schweizer Kulturszene, eine Koproduktion von FRIDA und dem Basler Stadtmagazin «Bajour».
Mathias Balzer und Helena Krauser treffen die spannendsten Kulturschaffenden des Landes und befragen sie zu ihren Ideen, Träumen, Ängsten und natürlich auch zu ihrem kulturellen Schaffen. Der Titel ist Programm: Wir wollen den Punkt treffen, den Punkt, an dem das Herz unserer Gäste schlägt und manchmal vielleicht auch den wunden Punkt. «FRIDA trifft» macht hörbar, was die Schweizer Kulturlandschaft bewegt.
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