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Kannibalen aus Liebe

Die Alltagssprache der Liebe geht durch den Magen: «Ich habe dich zum Fressen gern» oder auch «Ich verzehre mich nach dir». In seinem hoch verdichteten, komplexen und zugleich berührenden Roman «Rot (Hunger)» verknüpft Senthuran Varatarajah zwei Geschichten. Einerseits den realen, dokumentierten Fall des «Kannibalen von Rotenburg», der sein Opfer, das sich ihm freiwillig hingegeben hat, ermordet und zur Verpeisung zerstückelt; andererseits die ebenso reale Geschichte einer unmöglichen Vereinigung, die der Autor selbst erlebt hat. Ein Text mit einer grossen Wucht, sagt Marion Regenscheit; Lucien Haug bewundert die Motivarbeit, und Christoph Keller hat das Buch buchstäblich verzehrt. Senthuran Varatarajah, Rot (Hunger), Roman, S. Fischer, 2022

Von Podcastlab

Basel, 06.04.2022

2 min

 

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Die Macher des Literaturpodcasts eins.sieben.drei, Lucien Haug, Christoph Keller und Marion Regenscheit.

Auf der Suche nach einem guten, öffentlichen Kritikformat, wurde das Trio vor zwei Jahren aktiv. Die Vielleser:innen gründeten den ersten unabhängigen Literaturpodcast der Schweiz. Inzwischen sind über 25 Folgen veröffentlicht und der Podcast verzeichnet eine grosse Hörer:innenschaft. In jeder Folge besprechen Lucien Haug, Christoph Keller und Marion Regenscheit ein Buch. Sie verbringen sieben Minuten mit einer Autorin und diskutieren zusammen über das Gelesene. Für die drei ist Literaturkritik subjektiv geprägt, weshalb sie eine Vielfalt an Positionen vertreten, und ihre Zuhörer:innen auffordern, ein eigenes Urteil zu bilden. Offene, zugewandte, und manchmal auch harte Diskussionen lassen ein neues Kritik-Genre entstehen, die «fundierte, aber immer auch fröhliche Literaturkritik».

Bild: Ayse Yavas