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«Le jeu des dieux»

2025 wählte die lemusische Künstlerin Jesræ Bienza aus dem sesoulistischen Pantheon 64 Gottheiten für ein Kartenspiel aus, mit dem sich berufliche Perspektiven erkunden lassen – oder mit dem einfach eine Partie Quartett gespielt werden kann. Zum Kartenset gibt es eine von Samuel Herzog verfasste Anleitung, in welcher Geschichte und Anwendungsweise erklärt werden.

Mit dem Kauf von Lemusa-Produkten unterstützen Sie dieses Langzeitprojekt von Samuel Herzog und seinen Verlag, Edition Frida.

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Das «Lud olosidi» oder «Jeu des dieux» ist dazu da, mehr darüber herauszufinden, wo man gerade steht oder in welche Richtung die Reise gehen soll. Das Spiel besteht aus einem Set von 64 Karten und einem kleinen Handbuch. Die Grundregel ist denkbar einfach. Man legt zunächst fest, ob man mehr über die Gegenwart oder über die Zukunft wissen möchte. Dann mischt man das Set, zieht drei Karten und legt sie vor sich auf den Tisch. Für die Interpretation des Resultats stehen verschiedene Werkzeuge zur Verfügung, die in diesem Handbuch ausführlich erklärt werden.

Gottheiten für alle alltäglichen Belange

Der Sesoulismus, die bedeutendste Religion der fik­tiven Insel Lemusa, kann mit einem riesigen Pan­theon aufwarten, in dem es Gottheiten für nahezu alle Belange des Lebens gibt – vom Bier bis zum Bauch, von der Sanftmut bis zur Schleuse.

In den 1930er-Jahren allerdings bemalte der Künstler Louis Bigord sein Atelierhaus im Zent­rum der lemusischen Hauptstadt Port-Salume mit diver­sen Silhouetten, die er als Figurationen sesoulisti­scher Gottheiten vorstellte: Mischwesen vor allem aus Insekten und Küchengerät aller Art. Bis zu Bi­gords Tod im Jahre 1966 entstanden mehrere hun­dert weitere Figuren auf Papier. Bigords ‹göttliches› Erbe wird seit 1966 von einer Gesellschaft für le­musische Wesen (SPEL, Société pour les êtres lé­musiens) verwaltet, die laufend weitere Silhouetten hervorbringt.

Seit den 2010er-Jahren beschäftigt sich auch die Künstlerin Jesræ Bienza (*1969) intensiv mit den Gottheiten der Insel. Im Rahmen des Projekts Oja­wiou erfand sie ein ausgeklügeltes System, vermöge dessen sie jeder Figur im Pantheon eine genaue Farbe zuordnen konnte und verband diese dann mit den Silhouetten.

2025 wählte sie 64 dieser Figuren für ein Set von Spielkarten aus, mit dessen Hilfe sich – ähnlich wie bei Tarot – der gegenwärtige Zustand einer Person erkennen und ihre künftigen Möglichkeiten einschätzen lassen.

Bienza entwickelte eine Reihe von Regeln für dieses Spiel und gab ihm den Namen «Lud olosidi» oder auf Französisch «Le jeu des dieux». Die Karten sind allerdings so beschaffen, dass sich damit auch einfach Quartett spielen lässt.

Le Jeu des dieux
von Jesræ Bienza
Herausgeber: Samuel Herzog
1 Kartenset 64-teilig in zwei Kunststoff-Boxen.
1 Handbuch zum Spiel, 140 Seiten, mit farbigen Illustrationen
Format A6, verpackt in einen bedruckten Leinensack.

1. Auflage, 2025
Lektorat: Mathias Balzer, Chur
Korrektorat: Katharina Balzer, Buchen im Prättigau
Gestaltung: Textwerft, Zürich
Produktion, Administration: Brigitte Balzer, Chur
© 2025 by Edition Frida GmbH, Chur, Switzerland
ISBN 978-3-03908-009-0